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querverweise

"Im Grunde ist die Liebe ein ewig andauerndes Rückzugsgefecht."
schreibt don dahlmann.

so habe ich sie nur zweimal erlebt und sie hatte ihren namen nicht verdient. zurecht nannte sie sich dann wohl nur noch be-zieh-ung.
du ziehst an mir, ich zieh an dir.

so viel früher haben wir uns liebevoll die fusseln vom pullover gezupft, während wir uns später das blut und die träume aus den adern zogen, weil alles gesehen werden, genehmigt werden musste.

wenn die erzählung über das eigene zur beichte wird, weil das "wir" alles ist, was zählt, ist es zeit zu gehen.
wenn das teilen des eigenen zur taktik wird und das wirklich gefühlte nur noch anderen anvertraut wird, ist die deadline längst überschritten.

dann lieber doch ge-lieb-te.
dann lieber doch das vertraute vermissen als in der öde zu verdorren, auszubluten im rückzugsgefecht.

m2063

Eros, unbezwungen im Kampf,
Eros, dein ist, was du anfällst!
Auf zarten Wangen
Des Mädchens nächtigest du,
Über die Meere schweifst du,
Über Gehöfte der Flur.
Keiner der Götter entrinnt dir
Noch Eintagsmenschen,
Wen es erfaßt,
die rasen.

(Sophokles, Antigone)

opmov25

fremder
gesehen
gerochen
geschmeckt
verführt
---
sex mit einem fremden
verrucht
keine belastung durch nebensächlichkeiten
kein gedanke an "was ist morgen"
einfach tier sein
spass haben


ja, so war es, letzte nacht. doch der fremde hatte einen sehr vertrauten namen und morgen ist heute.

vielleicht sollte ich ihn nicht mehr "henry" nennen, den fremden der letzten nacht.

das könnte
möglicherweise
alle eventualitäten eingeschlossen

einiges ändern,
ermöglichen,
befreien.

etiketten lösen,
schubladen öffnen,
kausalketten durchbrechen,
linearität vernichten

bis alles offen ist und möglich.

wer auch immer du bist: es tat gut, dich zu spüren, letzte nacht.

ich liebe sie!.

.Punkt.

dafür spendiere ich ausnahmsweise sogar einen großbuchstaben

wortlos und schmunzelnd nimmt sie mir das buch aus der hand, blättert eine seite zurück und zwingt mich, den absatz noch einmal zu lesen ...

Ich sagte: "Deine Eifersucht ist Nekrophilie, vergangene Lieben sind tote Lieben."
"Aber du besuchst immer Gräber, bringst Blumen. Wie du das Tote liebst!"
Ich sage scherzhaft: "Heute war ich nicht auf dem Friedhof."

(Anaïs Nin; Tagebücher; August 1963)

reminder: friedhofsfreie tage einbauen. so viele wie möglich. fangen wir am besten gleich damit an.

"kannst du nicht wieder mal was anderes schreiben?" fragt sie? mal irgendwas politisches oder soziologisches? mal wieder irgendeine metaebene einbringen? du musst ja ersticken in deinem emotionssumpf.

schreiben. was anderes.
was politisches? vielleicht was erfrischendes über folterfotos? das herunterspielen und schönreden? radikale islamistInnen in deutschland?

verzeihung, mir ist schon schlecht.
und wo ich hängen bleibe, derzeit, ist eben immer das eine, das eigene.

so sorry, i can't.

"niedertracht hat viele masken. am schrecklichsten ist die der tugendhaftigkeit."
interessanter satz in einem ansonsten recht seichten unterhaltungsfilm. einem, der sich ideal dazu eignet, faul auf der couch zu liegen.

~~~

jetzt im bayrischen fernsehen:
Land der Väter, Land der Söhne
Spielfilm, D 1988
Regie: Nico Hofmann
UT

 

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